Diese Anwendung demonstriert die Klassifikation von Wundfotos mithilfe eines vortrainierten KI-Modells. Das Ziel ist es, den Dokumentationsprozess während einer ärztlichen Behandlung zu unterstützen und die Genauigkeit der Wundbeurteilung zu verbessern.
Anleitung:
- Wählen Sie ein Beispielbild aus der Seitenleiste aus.
- Klicken Sie auf „Bild klassifizieren 🚀“, um die KI-Klassifikation zu starten.
- Sehen Sie sich die vorhergesagte Wundklasse und die Wahrscheinlichkeitsverteilung an.
- Optional: Generieren Sie eine Grad-CAM Visualisierung, um zu verstehen, welche Bereiche des Bildes zur Klassifikation beigetragen haben.
Klassifikation
Grad-CAM Visualisierung
Wählen Sie eine Klasse, um zu sehen, welche Bildbereiche für die Vorhersage relevant waren.
Erläuterungen
KI-Wunderkennung
Die KI-Wunderkennung nutzt ein vortrainiertes Modell, das speziell für die Klassifikation von Wundfotos entwickelt wurde. Dieses analysiert die gezeigten Bilder und ordnet sie einer von mehreren vordefinierten Wundklassen zu, basierend auf den visuellen Merkmalen der Wunde. Ein Balkendiagramm zeigt die Wahrscheinlichkeiten für eine Zugehörigkeit zu den jeweiligen Klassen an. Zusätzlich wird ein Schwellenwert dargestellt, ab dem die Zugehörigkeit zu einer Wundklasse als wahrscheinlich gilt. Die über dem Schwellenwert liegenden Wahrscheinlichkeiten werden als primäre Vorhersagen eingestuft und sind im Balkendiagramm orange dargestellt. Final wird ein Bild der Wundklasse mit der höchsten Wahrscheinlichkeit zugeordnet.
Grad-CAM
Grad-CAM (Gradient-weighted Class Activation Mapping) ist eine Technik zur Visualisierung, die zeigt, welche Bereiche eines Bildes vom eingesetzten KI-Modell bei der Klassifikation besonders berücksichtigt werden. Hierfür wird eine Wärmebild-ähnliche Darstellung erzeugt und über das Originalbild gelegt, um die Regionen hervorzuheben, die für die Entscheidung des Modells am relevantesten sind.
Erklärung der Fachbegriffe
Chirurgische Wunde
Eine Wunde, die durch einen chirurgischen Eingriff verursacht wurde. Sie entsteht, wenn die Haut oder das Gewebe während einer Operation durchschnitten oder verletzt wird.
Ulcus Cruris
Ein chronisches Geschwür, das in der Regel am Unterschenkel auftritt und oft mit einer schlechten Blutzirkulation zusammenhängt. Es kann schmerzhaft und schwer heilbar sein.
Dekubitus
Auch als "Druckgeschwür" bekannt. Es handelt sich um eine Haut- oder Gewebeverletzung, die durch längeren Druck auf bestimmte Körperstellen entsteht, zum Beispiel bei Menschen, die im Bett liegen und sich nicht bewegen können.
Fibrin
Fibrin ist ein Protein, das bei der Blutgerinnung eine zentrale Rolle spielt. Es wird aus Fibrinogen gebildet und erzeugt ein Netz, das die Blutgerinnung unterstützt und eine erste Barriere gegen Infektionen bildet. Zusammen mit anderen Gerinnungsfaktoren beginnt das Fibrin sofort nach der Verletzung das Blut zu verfestigen und die Wunde abzudichten.
Granulation
Nachdem das Fibrinnetz stabilisiert wurde, tritt die Granulation ein. In dieser Phase bildet sich das Granulationsgewebe, welches die Wunde "auffüllt" und das Gewebe regeneriert. Es entsteht neues Gewebe, das reich an kleinen Blutgefäßen (Kapillaren) ist und die Wunde mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Granulationsgewebe sieht oft rötlich und etwas feucht aus.
Epithelisierung
Epithelisierung beschreibt einen Prozess, bei dem sich Epithelzellen (Hautzellen) über zuvor gebildetem Granulationsgewebe ausbreiten und die Wunde verschließen. Diese Zellen bilden eine neue Hautschicht, welche die Wunde versiegelt und den Heilungsprozess abschließt.
Nekrose
Das Absterben von Zellen oder Gewebe im Körper, oft aufgrund mangelnder Blutversorgung oder einer Infektion. Nekrotisches Gewebe kann die Wundheilung behindern und muss daher in vielen Fällen entfernt werden.