Am 15. und 16. September 2026 fand auf dem Campus Bielefeld das zweite InnovationFestival statt, organisiert von der Hochschule Bielefeld, der Universität Bielefeld und der Bielefeld Research + Innovation Campus GmbH (BRIC). Allein am ersten Veranstaltungstag, Dienstag, den 15. September, nutzten 416 Teilnehmende das vielfältige Angebot aus Workshops, Laborführungen und Messeformaten. Insgesamt kamen an beiden Tagen mehr als 700 Teilnehmende zusammen.
Im Fokus standen vor allem Unternehmen aus der Region, die sich zu aktuellen Entwicklungen rund um Digitalisierung und Innovationen an den beiden Hochschulen des Campus informieren und vernetzen wollten. Das Themenspektrum war breit gefächert: Von Künstlicher Intelligenz, digitalen Geschäftsmodellen und automatisierter Produktion über Anwendungen in Medizin, Pflege und Gesundheit wurden zahlreiche Innovationsfelder vorgestellt und diskutiert.
Mitten im Geschehen: die KI-Akademie OWL. Am Messestand konnten Besucher*Innen interaktive KI-Demonstratoren selbst ausprobieren. In vielen spannenden Gesprächen wurden sowohl Potenziale als auch Grenzen von KI beleuchtet und ein fruchtbarer Austausch entstand, bei dem wir zahlreiche neue Kontakte zu regionalen Unternehmen und Interessierten knüpfen konnten.
Parallel dazu bot die KI-Akademie OWL zwei eigene Workshops an. In „KI lokal nutzen: schützenswerte Daten bleiben sicher“ zeigte unser Kollege Christoph Ostrau anschaulich, welche Risiken mit der Nutzung kommerzieller Angebote großer Sprachmodell-Anbieter verbunden sein können und wie lokale Sprachmodelle eine datenschutzfreundliche Alternative darstellen. Dass solche lokalen Modelle inzwischen Fähigkeiten nahe den großen, kommerziellen Sprachmodellen erreichen, wurde in einer Live-Demonstration eindrucksvoll deutlich: Ein lokaler KI-Agent programmierte ein funktionsfähiges Tetris-Spiel – ein anschauliches Beispiel für die Leistungsfähigkeit moderner KI-Technologien bei gleichzeitigem Schutz sensibler Daten. In unserem zweiten Workshop-Angebot „Digitale Zwillinge für die KI-Robotik“ wurde die Verbindung von Simulation, digitalen Zwillingen und realen Robotersystemen praxisnah vermittelt. Damit deckten die Angebote der KI-Akademie OWL zwei sehr unterschiedliche, für Unternehmen aber gleichermaßen relevante Anwendungsperspektiven ab: den datensensiblen Einsatz von Sprachmodellen und den Transfer von KI-Methoden in die Robotik.
